Schwerpunkte: Medizinrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht und Versicherungsrecht

 


Rechtsanwalt Matthias Kümpel besitzt die besonderen theoretischen Kenntnisse des Fachanwalts für Medizinrecht, welche er durch eine theoretische Prüfung nachgewiesen hat (§§ 4, 4a und 6 der Fachanwaltsordnung). Im Arzthaftungsrecht sind wir seit vielen Jahren ein kompetenter Partner unserer Mandanten. Arzthaftungsrecht meint die zivilrechtliche Haftung eines Arztes, einer Klinik oder eines anderen Leistungserbringers gegenüber einem Patienten auf Schadenersatz und Schmerzensgeld bei Pflichtverletzungen (Behandlungsfehler, Aufklärungsfehler, Organisationsverschulden). Wir bilden uns ständig in medizinrechtlichen Seminaren fort, um unsere Mandanten über die neusten Entwicklungen in Gesetzgebung (z.B. Patientenrechtegesetz) und Rechtsprechung informieren zu können. So bieten wir Ihnen eine qualifizierte und verlässliche Beratung.

RA Matthias Kümpel ist weiterhin als Fachanwalt für Strafrecht mit langjähriger Erfahrung tätig, er steht seinen Mandanten bei allen Tatvorwürfen als Strafverteidiger zur Seite.

Im Bereich des Arbeitsrechts stehen wir Ihnen bei allen Fragen der Vertragsprüfung, bei Kündigungsschutzklagen, sowie Lohn- und Vergütungsfragen (z.B: Mindestlohn) zur Verfügung.

Im Versicherungsrecht beraten wir Sie gern, insbesondere zum Recht der privaten Krankenversicherung, zur Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung.Hierbei sind häufig unsere medizinirechtlichen Fachkenntnisse für unsere Mandanten äußerst hilfreich. Wir setzen Ihre Ansprüche durch und vertreten Sie selbstverständlich auch im Prozess vor Gericht.
 
Im Bereich des Verkehrsrechts stehen Fragen zum Verkehrsunfall, Schadenersatz und Personenschaden sowie Schmerzensgeld aber auch die Sachmängelhaftung beim Autokauf sowie die Bearbeitung von Bußgeldsachen im Vordergrund.
 
 

Aufklärung, Hypothetische Einwilligung und rechtliches Gehör BGH, Beschluss vom 29.09.2015, VI ZR 418/14

Die Klägerin nimmt die Beklagten im Zusammenhang mit einer Chemotherapie in einer Gemeinschaftspraxis in Anspruch. Im Rahmen der Chemotherapie kam es zu einem sogenannten Paravasat. Dieser entsteht bei Injektionen oder Infusionen, wenn die Injektions- oder Infusionsflüssigkeit fehlerhaft in das Gewebe neben dem punktierten Gefäß gelangt, statt in das Gefäß selbst.In der Folge kam es bei der Klägerin zu einer handtellergroßen Epitheliolyse im Bereich des Paravasats.

Widersprüchliche Äußerungen von Sachverständigen im Arzthaftungsprozess sind vom Gericht aufzuklären; zur fehlenden Dokumentation einer aufklärungspflichtigen Maßnahme (BGH,Urteil v. 11.11.2014, VI ZR 76/13)

In einer aktuellen Entscheidung hat der BGH die Bedeutung privater Sachverständigengutachten in Behandlungsfehlerprozessen hervorgehoben. Der Tatrichter habe die Pflicht Widersprüchen zwischen Äußerungen mehrerer Sachverständiger von Amts wegen nachzugehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, auch wenn es sich um  Privatgutachten handelt.

BGH: Ein Patient besitzt keinen Anspruch auf Mitteilung der Privatanschrift eines angestellten Arztes, wohl aber auf Bekanntgebe des Namens der ihn behandelnden Ärzte

Der Kläger, der in der Einrichtung der Beklagten stationär behandelt worden ist, nimmt diese und zwei bei ihr angestellte Ärzte auf Schadensersatz in Anspruch. An einen der Ärzte konnte die Klage unter der Klinikanschrift zunächst nicht zugestellt werden, weil der Prozessbevollmächtigte des Klägers den Namen nicht richtig angegeben hatte. Nach der Korrektur des Namens war die Zustellung erfolgreich. Trotzdem verlangte der Kläger von der Klinik Auskunft über die Privatanschrift des betroffenen Arztes. Dies lehnte die Beklagte ab.

 

BGH: Ein Honorararzt kann nicht als Wahlarzt liquidieren

Zusammenfassung des BGH-Urteils vom 16.10.2014 III ZR 85/14 mit Anmerkung

BGH: Kein Schadenersatz vom Arzt wegen Mitteilung einer Chorea Huntington-Erkrankung des Ehemanns

Sachverhalt: Aus der im Februar 2011 geschiedenen Ehe zwischen der Klägerin und Herrn W. sind zwei im Jahr 1994 und 1999 geborene Kinder hervorgegangen. Anfang des Jahres 2011 wurde ärztlich festgestellt, dass Herr W. an Choreo-Huntington, einer unheilbaren, vererblichen und zum Tode führenden Erkrankung des Gehirns leidet. Herr W. befand sich in ärztlicher Behandlung bei dem beklagten Arzt. Bezüglich der Erklärung vom 31. März 2013 entband Herr W.

BGH zur Ermittlung von Praxisgewinn und Praxiswert im Beweisverfahren

BGH-Beschluss vom 27. November 2013 Az.: III ZB 38/13

 

Leitsatz: Gegenstand eines Antrages auf schriftliche Begutachtung durch einen Sachverständigen gemäß § 485 Abs. 2 Nr. 1 ZPO kann nicht die Begutachtung darüber sein, ob dem Antragsteller durch das Verhalten des Antragsgegners Gewinne in einer bestimmten Mindesthöhe entgangen sind.

 

BGH zu Online-Bewertungen von Ärzten in Internetportalen

Ärzte haben keinen Anspruch darauf, dass Bewertungsportale ihre Daten und Bewertungen im Internet löschen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 23.09.2014 in Karlsruhe entschieden (Az.: VI ZR 358/13). Die Richter wiesen damit die Klage eines Münchner Gynäkologen gegen das Portal www.jameda.de ab. Auch die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen.

Aktueller Hinweis des BfArM zu Silikongel-gefüllten Brustimplantaten der Hersteller Poly Implant Prothese (PIP) und Rofil Medical Nederland B.V.

Patientinnen mit PIP- oder Rofil-Brustimplantaten sollten sich an ihren Arzt oder ihre Ärztin wenden. Der Wissenschaftliche Ausschuss SCENIHR der Europäischen Kommission hat am 15. Mai 2014 nach Durchführung einer öffentlichen Konsultation seine Stellungnahme zur Sicherheit der PIP-Brustimplantate veröffentlicht. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM hat bis zum 31.12.2013 insgesamt 1731 Meldungen zu Explantationen von mit PIP Silikongel-gefüllten Brustimplantaten erhalten.

BGH: Haftung eines von der Staatsanwaltschaft beauftragten rechtsmedizinischen Sachverständigen

BGH, Urteil vom 6. 3. 2014 - III ZR 320/12; OLG Frankfurt a. M. 

Dem Sachverständigenbeweis und der Auswahl des Sachverständigen kommt als Beweismittel im Rahmen von Zivilprozessen, aber auch bei strafrechtlichen Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft eine erhebliche Bedeutung zu.Manchmal stellt sich die Frage, welche rechtlichen Folgen ein beweisbar fehlerhaftes Sachverständigengutachten nach sich ziehen kann und unter welchen Umständen Schadenersatzansprüche gegen den Sachverständigen denkbar und durchsetzbar sind.

Ärztliche Aufklärungspflicht und Beweiswürdigung - Leitentscheidung des BGH

Beweiserleichterung für Ärzte im Rahmen der ärztliche Aufklärung

BGH, Urteil vom 28.1.2014 Az. VI ZR 143/13

Der Bundesgerichtshof hat kürzlich entschieden, dass den Angaben eines Arztes über eine erfolgte Risikoaufklärung seitens des Gerichts im Zweifel zu glauben ist, wenn seine Darstellung in sich flüssig und "einiger" Beweis für ein Aufklärungsgespräch erbracht ist. Dies gelte selbst dann, wenn der Arzt erklärt, ihm sei das strittige Aufklärungsgespräch nicht im Gedächtnis geblieben.

Seiten

Subscribe to Matthias Kümpel – Rechtsanwalt RSS